Porzellan

Fehhaarpinsel, hergestellt aus dem Schweif von russischen und kanadischen Eichhörnchen

Diverse Malmittel wie Terpentin, Dicköl, Petroleum und Nelkenöl sind notwendig, um einen schönen Farbauftrag zu ermöglichen

Über die Porzellanherstellung und Malerei

Aus nur drei Zutaten wird das "weiße Gold" hergestellt: Quarz, Feldspat und Kaolin - einzig die richtige Mischung machts.

Mit der Rohmasse können sofort alle Hohlteile und Figuren, die in jeweils vorgefertigte Formen gegossen werden, hergestellt werden. Für alle anderen Porzellanstücke gilt, dass die Grundmasse erst einmal einige Monate reifen muss. Danach können dann z.B. Teller und Schüsseln gedreht werden.

Anschließend werden die Teile im ersten Rohbrand bei Temperaturen zwischen 920°C und 980°C gebrannt, wodurch eine saugfähige Oberfläche den Grundstock für die folgende Glasur bietet.

Meist händisch wird das Porzellan dafür in eine neuerliche Mischung aus Quarz und Feldspat, manchmal noch unter Beigabe von Kaolin und Dolomit getaucht. Nun folgt der Hauptbrand bei einer Temperatur von über 1300°C, wobei das Porzellan bis zu 15% schrumpft. Dieser Umstand muss natürlich vor den jeweiligen Bränden - je nach Dicke und Form - genau berücksichtigt werden..

Das glänzende und zarte Porzellan ist nun "dicht" und sieht bereits so aus, wie das jeder kennt, nur eben ohne Malerei.Diese erfolgt nun mit so genannten Aufglasurfarben.

Mit weichen und teils sehr dünnen Pinseln oder mit Tuschefedern wird das Motiv künstlerisch auf der Glasur aufgebracht. Vielerlei Techniken wie Zeichnung, Ausmalung, Lasur, Schattierung, Aussparung, Abdeckung, Vergoldung, Polierung und die Rand- und Staffagetechniken sind nun notwendig, um ein ansprechendes Gesamtergebnis zu erzielen. Dazu müssen die Porzellanstücke oft bis zu drei Mal oder mehr den Durchgang des Zwischenbrennens passieren, wo sich die jeweilige gerade aufgetragene Farbschicht bei mehr als 800°C mit der Glasur verbindet und dadurch gefestigt wird. Nur so ergibt sich der tiefe und volle Eindruck in der Malerei, nur so entstehen mehrdimensionale Effekte und Schattierungen.






Die jeweiligen "Metalloxidfarben" werden immer frisch auf der Palette aufgemischt